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„Hiwwe wie Driwwe“. Warum Pennsylvaniadeutsche heute pfälzische und (rhein)hessische Mundarten verstehen. Vortrag von Michael Werner mit Multimedia-Präsentation.

„Kannscht du Micke fange?“ lautet noch heute eine beliebte Frage in Pennsylvania. Die korrekte Antwort ist: „Ya, wann sie hocke bleiwe.“ Spätestens nach dieser Replik wird der amerikanische Fragesteller respektvoll sagen: „Ei, du schwetzt ya deitsch. Noht kenne mer dich net verkaafe!“ Das könnte der Beginn einer Freundschaft werden.

Im Fall von Michael Werner, promovierter Linguist und Publizist, hält diese Freundschaft mit den Pennsylvaniadeutschen und dem Pennsylvaniadeutschen schon mehr als 25 Jahre. Er zählt heute zu den ganz wenigen Experten für diese besondere Sprach- und Kulturgruppe in Deutschland. Werner hat ein Deutsch-Pennsylvanisches Archiv begründet (1993), ist seit 1996 Herausgeber der einzigen pennsylvaniadeutschen Zeitung, „Hiwwe wie Driwwe“, und arbeitet im Vorstand des von ihm mitbegründeten „Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreises e.V.“.

In seinen Vorträgen und Präsentationen nimmt Michael Werner seine Zuhörer mit in eine faszinierende Welt, die uns heute ebenso fremd wie vertraut vorkommt. Er erzählt von ausgewanderten Pfälzern und ursprünglich schweizerdeutschen Amish und Mennoniten, die mit dem Pennsylvaniadeutschen einen pfälzischen Dialekt übernommen haben, vom „Murmeltiertag“ (Groundhog Day), Elwedritschen und Belznickel in der neuen Welt. Geschichte und Geschichten dieser Auswanderung im 18. Jahrhundert werden lebendig, und die Eigenheiten der pfälzisch-pennsylvanischen Sprache werden ausführlich vorgestellt.